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Neuwagen der Woche: BMW M2 Fahrbericht

Neuwagen / 11. März 2016

Es gibt Fahrzeuge, die sieht man und weiß: „Den muss ich fahren!“ – dazu gehört definitiv der BMW M2! Der BMW M2 feierte gerade in Genf 2016 seine Europapremiere und wir können jetzt bereits mit einem Fahrbericht glänzen.

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Keine Angst, wir haben die Zielgruppe nicht aus den Augen verloren und schon ganz bald werden wir hier auch wieder erschwinglichere Fahrzeuge vorstellen. Aber den BMW M2, den können wir einfach nicht auf der Festplatte verstauben lassen – der muss raus! Und ich kann jetzt schon mal spoilern: den ein oder anderen Traumwagen werden wir auch immer mal wieder dazwischen schieben.

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BMW M2 Fahrbericht

Mein erstes Date mit dem BMW M2! Es war ein kurzes Date, knapp 2 Stunden Zeit blieben mir mit dem kleinen bayrischen Traumwagen, doch kennt ihr das? Vergleichen wir es einfach mal mit einem ersten Date. Man spürt doch direkt, ob es passt oder? Klar, die kleinen Fehler – die merkt man erst später, aber grundsätzlich weiß man doch bereits nach dem ersten Date, ob man demjenigen noch eine zweite Chance gibt.

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Man hat nur eine Chance für den ersten Eindruck. Dem BMW M2 würde ich eine zweite Chance geben, vermutlich sogar eine dritte, eine vierte… ach was sage ich, hätte ich gerade etwas Geld über, dann hätte ich ihn bereits bestellt.

Die BMW M2 Optik: Hah! Erster Kritikpunkt: der BMW M2 kommt ohne die typischen BMW M-Spiegel. Nun, die Tuner wird das freuen, denn ansonsten dürfen die – meiner Meinung nach – nichts anfassen. Die Frontschürze hat große Öffnungen. Klar, dahinter versteckt sich der Ladeluftkühler und auch die anderen Kühlöffnungen sind dort nicht aus optischen Gründen platziert. Ansonsten, genau mein Geschmack: Breite Kotflügel vorne und hinten, große Räder in den Radkästen und keine Experimente, selbst die Lufteinlässe finde ich attraktiv.

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Der 3.0 Liter Reihensechszylinder braucht halt Luft, die 370 Pferde wollen atmen und das empfehle ich dem Fahrer auch, wenn er innerhalb von 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

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Der BMW M2 kommt mit dem idealen Rezept für ein sportliches Fahrzeug: Motor vorne, Antrieb über die Hinterachse und dazu mit knapp 1,5 Tonnen auch nicht gerade zu schwer. Die Handschaltung ist präzise und das maximale Drehmoment von 465 Nm sieht nicht nur im Datenblatt gut aus.

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Der Schub reicht, um bei Fahrer und Beifahrer für ein temporäres Gesichtslifting zu sorgen, oder aber um die Hinterachse zu einem Tänzchen zu bewegen. Natürlich nur wenn man das will, denn man kann den BMW M2 auch ganz zahm fahren.

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In den Radkästen drehen sich die schwarzen 19-Zoll-Schmiederäder, die M-Bremsanlage dahinter lässt keine offenen Fragen mehr übrig. Die packt besser zu, als sich die Räder beim Beschleunigen mit der Oberfläche verzahnen können.

Die Optik vom BMW M2 ist brachial, breit, bullig, bärenstark – so kommt der sportliche 2er um die Ecke und wird sicherlich im Rückspiegel für Überholprestige sorgen. Während die Mitbewerber, hier würde ich mal den Mercedes-AMG A45 oder den Audi RS3 nennen, mit einem Allradantrieb versuchen, die Kraft auf die Straße zu bekommen, bringt BMW durch den Hinterradantrieb die „Freude am Fahren“ auf die Straße. Die Elektronik macht das gut und ein Sperrdifferential gibt es auch noch.

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Beim Fahrwerk setzen die Ingenieure von BMW auf eine Kombination vom BMW M3 und BMW M4 und auch die Abgasanlage sorgt für Gänsehaut. Die Zwischengasstöße, die das Fahrzeug automatisch macht um die Umdrehungen des Getriebes an die des Motors anzupassen, sorgt nicht nur für das typische „rotzen“ sondern auch für schnellere Gangwechsel. Übrigens, wer mag – der kann auch automatisch schalten lassen.

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Gerade noch in Genf, schon bald im Handel: Ab Mitte April ist der neue BMW M2 erhältlich. Der Preis startet bei knapp 57.000 Euro, mit ein paar Extras landet man sicherlich bei 70.000 Euro. Damit ist (und bleibt) er der günstigste BMW mit einem M vor der Ziffer.

Wie fährt sich der BMW M2?

Die Lenkung ist direkt, die Handschaltung kurz und knackig, die Bremsen beißen richtig zu und der Motor hängt richtig gut am Gas. Innen wird der Fahrer verwöhnt durch eine gute Verarbeitung und die einzige Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Untergrund – also die Reifen – die müssen ganz schön arbeiten, um die Kraft auf die Straße zu bekommen. Legt man es drauf an, hat man direkt zwei neue Freunde, den Tankwart und den Reifenhändler.

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Zum Thema Verbrauch kann ich natürlich nichts sagen, dafür war mein Date mit dem BMW M2 einfach zu kurz. Aber kennt ihr das? Ihr hattet euer erstes Date und wartet nun darauf, dass derjenige anruft, um euch wiederzusehen? Ihr denkt die ganze Zeit daran, ob ihr nicht eventuell doch zum Hörer greifen sollt?

Genau so ergeht es mir nun beim BMW M2. Politisch und umwelttechnisch betrachtet sicherlich nicht gerade korrekt, mit seinen acht Zentimeter breiteren Backen auch nicht gerade unauffällig, gefällt mir persönlich der BMW M2 so gut, dass ich bereits in München angerufen habe. Ich brauche ein zweites Date.

Der Wagen hat es verdient. Dann sprechen wir auch über das Fahren im Alltag, über den Kofferraum (der gar nicht so klein ist) und eventuell kann ich dann auch Kritik äußern.

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Was mir negativ aufgefallen ist? Meine Hände sind zu klein fürs Lenkrad und ich kann in der Rückfahrkamera nicht die vier Endrohre sehen. Mist, jetzt habe ich wieder meine drei typischen Probleme: Verliebt, kein Geld, kein Platz in der Garage.