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Die Serienfahrzeuge von der NAIAS 2016 – Teil 1

Neuwagen / 15. Januar 2016

Nach den drei Designstudien von der NAIAS 2016 zeige ich euch nun drei Fahrzeuge, die auch wirklich auf die Straße kommen. Auch hier habe ich mich auf die deutschen Premium-Hersteller beschränkt, aber keine Angst, es kommen noch zwei Beiträge von der NAIAS 2016.

Nun zunächst aber die ersten drei Serienfahrzeuge von der NAIAS 2016:

Audi

Auf der NAIAS 2016 präsentierte Audi den neuen Audi A4 Allroad Quattro. Der ausschließlich als Avant lieferbare A4 soll insgesamt 34 Millimeter mehr Bodenfreiheit als das Standardmodell bieten und unterstreicht das noch einmal durch den „Offroad-Look“.

Neben dem extrovertiertem Design, dem Unterfahrschutz und den anderen Offroad-Akzenten überzeugt der Audi A4 Allroad quattro durch eine gute Verarbeitung und den bereits bewährten Audi A4 Technologien.

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Unter die Motorhaube kommen zunächst fünf TDI-Aggregate, welche eine Leistungsspanne von 150 bis 272 PS haben. Ergänzt werden die Selbstzünder durch einen 2.0 Liter TFSI mit 252 PS. Die Antriebe kann man entweder mit einem manuellen Sechsganggetriebe, der neuen Siebengang S tronic oder einer neuen Achtstufen tiptronic koppeln.

Interessant oder? Blickt man in die Vergangenheit der Kombis, dann sieht man, dass alles zurück kommt, denn vor ein paar Jahren sahen Kombis (bis auf den Offroad-Look) noch genauso aus. Anschließend wurden sie sportlicher, flacher und dürfen nun – optional – wieder wachsen.

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Gegenüber dem normalen Audi A4 Avant verfügt das Allroad Modell über eine um 23 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit. Wenn man größere Räder montiert, kommt man insgesamt auf die oben genannten 34 Millimeter mehr Bodenfreiheit. 3,4 cm – ohne Frage, damit kann man sich nicht wirklich ins Gelände wagen, aber für den ein oder anderen Forstweg wird es reichen.

Alternativ kann das Serienfahrwerk des Audi A4 Allroad Quattro gegen ein adaptives Fahrwerk ausgetauscht werden. Per Audi drive select kann man dann zwischen den Fahrmodi comfort, auto, dynamic, efficiency sowie individual auswählen.

Ansonsten überzeugt der Audi A4 Allroad quattro mit seinen bekannten Tugenden: Der Kofferraum bietet einen Stauraum zwischen 505 und 1.510 Liter und natürlich gibt es auch noch eine Dachreiling bzw. optional eine Anhängerkupplung.

Der neue Audi A4 Allroad quattro rollt ab 44.750 Euro in den Handel, ohne die Optionalitäten wie z.B. dem Virtual Cockpit, aber das versteht sich vermutlich von selbst.

BMW

Herzlich Willkommen BMW M2! Die Kurzform vom BMW M3 bzw. BMW M4 zu einem günstigeren Preis. Der Fahrspaß ist hier eigentlich garantiert und meiner Meinung nach sieht das Fahrzeug einfach nur genial aus.

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Er steht richtig breit auf der Straße, das liegt sicherlich auch daran, dass man sich im BMW M3 Regal bedient hat. So wanderten zahlreiche Bauteile – unter anderem auch die Achse – direkt vom BMW M3 in den BMW M2 und in den Radkästen drehen sich 19 Zöller, die demnächst den notwendigen Kontakt zur Fahrbahn herstellen bzw. halten müssen.

Schnell ein paar Autoquartett-Werte:

Der BMW M2 ist etwas über 1,5 Tonnen schwer und wiegt damit fast genauso viel wie der etwas größere BMW M4, der allerdings zahlreiche Carbon-Teile montiert hat.

Unter der Motorhaube vom BMW M2 sitzt ein 3,0 Liter 6-Zyliner Reihenmotor. 370 PS, 465 Nm und per Overboost-Funktion sind sogar 500 Nm drin. Das hält allerdings nur für knapp 5 Sekunden, aber in dem Zeitraum dürfte der M2 Pilot sowieso schon geschaltet haben.

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Künstliche Fehlzündungen sollen den Schaltvorgang noch audiophil abrunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt zunächst bei Tempo 250 km/h – mit dem M Drivers Package geht es optional bis Tempo 270. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll innerhalb von 4,3 Sekunden erledigt sein, zumindest dann, wenn man sich auf das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe verlässt.

Schaltet man selbst, dann sind es 4,5 Sekunden – immer noch schnell genug und ich kann es ehrlich gesagt gar nicht erwarten, den BMW M2 einmal zu fahren.

Auf den Markt kommt er ab April 2016, der Preis startet bei 56.700 Euro und damit ist er fast 16.000 Euro günstiger als ein BMW M4, ja – ich kann mir den schön rechnen, obwohl ich es gar nicht machen müsste, denn ich finde den BMW M2 verdammt schön.

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Mercedes-Benz

Schön finde ich auch die neue Mercedes-Benz E-Klasse. Viele sagen / schreiben, dass man es hier entweder mit einer größeren C-Klasse oder einer geschrumpften S-Klasse zu tun hat. Ein besseres Kompliment kann man Mercedes-Benz gar nicht machen, denn diese beiden Fahrzeuge sind sehr erfolgreich, vor allem in China.

Wenn die Chinesen jetzt noch noch die E-Klasse gut finden, dann muss man sich um die Verkaufszahlen von Daimler wahrlich keine Sorgen mehr machen.

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Die E-Klasse fügt sich rein optisch betrachtet also in die Mercedes-Benz Familie ein, technisch gesehen ist sie aber erneut ein Trendsetter:

In den Handel kommt die neue Mercedes-Benz E-Klasse ebenfalls im April, Preise sind hier allerdings noch nicht kommuniziert worden, was wir aber schon wissen: Das T-Modell der neuen E-Klasse kommt im Herbst, es wird auch ein Cabrio und ein Coupé geben.

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Vorne mehr Technik, hinten mehr Platz! Die E-Klasse ist nun 4,92 Meter lang und bietet, dank einem um sieben Zentimeter verlängerten Radstand, vor allem im Fond mehr Platz.

Bei der Sitzprobe auf der NAIAS 2016 in Detroit verspürte ich einen kurzen Ruheraum im hektischen Messestress und ich bin der Überzeugung, dass sich viele Taxi-Unternehmen durchaus für die E-Klasse begeistern können. Auf der einen Seite wegen des Platzes für die Mitfahrer, aber auf der anderen Seite auch wegen des idealen Fahrersitzes.

Sparsamer ist die E-Klasse auch geworden, nehmen wir mal den 195 PS starken E 220d, dann sprechen wir über einen NEFZ-Verbrauch von 3,9 Liter Diesel Krafstoff auf 100 km. Geschafft wurde das durch die Gewichtsersparnis von fast 70 kg, durch die neue 9-Gang Automatik und den verbesserten cw-Wert.

Natürlich gibt es zum Marktstart auch noch andere Aggregate. Da wäre z.B. der 2.0 Liter Benziner mit 184 PS, es folgt der E 400 mit 333 PS und viele weitere Motoren. Hybrid-, AMG- und Erdgasversionen sind auch im Gespräch.

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Kommen wir zum bereits erwähnten Fahrerplatz. Dank neuen Assistenzsystemen wird die Fahrt zum Vergnügen, vor allem auf langen Strecken. Dank des neuen Drive Pilot soll die Mercedes-Benz E-Klasse ohne Eingriff des Fahrers über die Autobahn fahren und per Befehl selbstständig überholen und wieder einscheren können.

Damit ist die E-Klasse definitiv ein Vorbote der autonomen Automobilität. Die Sensoren wurden verbessert und sicherer gemacht, das gilt auch für das LED Matrix Licht und die Anzeigen im Innenraum.

Der Fahrer muss, wenn er es nicht mehr möchte, eigentlich nicht mehr die Hand vom Lenkrad nehmen. Dank zwei Touch-Controller am Lenkrad, die man so z.B. auch aus dem Flugzeug kennen könnte, kann man die beiden Display-Inhalte steuern. Nach kurzer Eingewöhnung funktioniert das sehr gut und intuitiv, es gibt aber auch weiterhin die Sprachsteuerung und die herkömmlichen Einstellmöglichkeiten via Controller.

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Ohne Frage, die neue Mercedes-Benz E-Klasse ist vermutlich das Serienfahrzeug mit den meisten AHA-Effekten auf der NAIAS 2016 gewesen und auch hier kann ich nur sagen: Ich freue mich auf die Probefahrt, denn die neuen Assistenzsysteme möchte ich einmal in Aktion erleben und natürlich möchte ich selbst „erfahren“ wie sehr mich die digitalen Displays von der eigentlichen Fahraufgabe ablenken.

In der Zukunft ist das, dank autonomen Fahrzeugen, ja nicht mehr so entscheidend, aber bis es soweit ist, sollte man auf die Ablenkungs-Thematik durchaus ein Auge werfen.

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Im nächsten Beitrag stelle ich euch den neuen Volvo S90, den neuen Porsche 911 Turbo und den Mercedes-Benz SLC vor.