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2015 Audi TT Coupe – Fahrbericht und Video!

Neuwagen / 20. November 2015

Den heutigen Beitrag über den akuellen Audi TT als Coupé möchte ich etwas anders aufbereiten. Zum einen liegt das daran, dass ihr gleich ein 15 Minuten langes Video sehen könnt. Das zweitlängste Video im kompletten R+V24 YouTube Kanal – zum anderen aber auch, weil ich hier nun viele andere Onliner zu Wort kommen lassen möchte.

In dem Video, welches hier gleich eingebettet ist, werden auch Leser-Fragen beantwortet. Vor ein paar Wochen hatten wir auf unserer Facebook-Seite dazu aufgerufen, uns Fragen zu stellen, Fragen zum Audi TT Coupe.

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Ich kann euch sagen, da sind wirklich einige interessante Fragen dabei, aber es wird auch die Frage geklärt, warum Audi „das hässliche Ding immer noch“ baut. „So gut kann sich der doch nicht verkaufen?“ – nun, dagegen stehen 600.000 verkaufte Modelle – geht also doch ganz gut.

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Unter der Haube von unserem Testfahrzeug befindet sich der 230 PS starke 2.0 Liter 4-Zylinder Benziner. Auf die Gefahr hin, dass ich nie wieder sportlichere Modelle testen darf: Für den Alltag mehr als ausreichend Leistung und dank der zweiflutigen Abgas-Anlage bringt er (optional) sogar einen tollen Klang mit.

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Der Motor mit Benzindirekteinspritzung, Abgasturboaufladung und Ladeluftkühlung hängt gut am Gas. Das maximale Drehmoment liegt bei 370 Nm und steht zwischen 1.600 und 4.300 U/min zur Verfügung.

Das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe S tronic funktionierte bei mir super, die elektromechanische Progressivlenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Servounterstützung hat mich auch überzeugt. Die ist direkt und verfügt über eine gute Rückmeldung.

Der einzige Fahrspaßkiller war hier die Rad-Reifenkombination. Der Audi TT stand im Testzeitraum nämlich auf Winterreifen. Da war bei Tempo 210 km/h Schluss, normalerweise schafft er Tempo 250 und den Standartsprint von 0 auf 100 km/h innerhalb von 5,9 Sekunden.

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Laut NEFZ soll er sich mit 6,3 Liter auf 100 km zufrieden geben. Nun, eventuell auf einem Prüfstand, eventuell auch wenn man das Gaspedal mit den selbstgestrickten Socken streichelt, aber nicht, wenn man Fahrspaß haben will. Mein Verbrauch lag über den gesamten Testzeitraum bei 9-10 Liter und ich bin mir sicher, da geht auch noch mehr.

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Das Audi TT Coupé bringt leer 1.335 kg auf die Waage, maximal darf es 1.660 kg schwer sein. Da muss man schon einmal aufpassen, denn der Kofferraum ist eine Überraschung. Das Volumen liegt nämlich zwischen 305 und 712 l.

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Nun hatte ich eine Woche lang Zeit, mich an das neue Audi Virtual Cockpit zu gewöhnen. Unter uns? Nach ein paar Tagen ist der Zauber auch schon wieder vorbei und Alltag und Gewohnheit ziehen ein.

Das volldigitale 12,3-Zoll-Kombiinstrument lenkt dann auch nicht mehr ab, als alles andere. Ich sehe hier eher Vorteile, die komplette Bedienung des Audi virtual cockpit erfolgt über das Multifunktionslenkrad.

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Ihr wollt das System mal in Aktion erleben? Gar kein Problem, in dem Video habe ich es ausführlich vorgestellt:

Die VIEW-Taste ermöglicht den Wechsel zwischen 2 unterschiedlich großen Darstellungen der virtuellen Rundinstrumente und man muss den Blick nur einmal kurz absenken und nicht mehr zur Seite blicken.

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Ich sehe hier nur einen Nachteil: Das Bild der Rückfahrkamera! Die Rückfahrkamera ist unauffällig in die Griffleiste der Gepäckraumklappe integriert und liefert eigentlich auch ein sehr gutes Bild, schade ist da dann natürlich, dass man mit dem Lenkrad beim Einparkvorgang vor dem „Bild“ herumkurbelt.

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Der Audi TT ist natürlich kein reinrassiger Sportwagen, aber ein sportliches Fahrzeug für die Flucht aus dem Alltag. Diese Flucht ist allerdings nicht ganz günstig.

Liegt der Basispreis (mit der Einstiegsmotorisierung) bei 32.900 Euro, so muss man für unseren Testwagen hier schon (mit der Ausstattung) 58.365 Euro auf den Verkaufstresen legen.

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Wer mit dem Audi TT Coupe ggf. auf die Rennstrecke gehen möchte, der sollte an die Bremsen denken, da würde ich dann aufrüsten – denn wer schnell ist, der muss auch schnell verzögern können.

Das Fahrwerk selbst würde ich als „sportlich“ bezeichnen, es verfügt aber auch noch über etwas Restkomfort. Die komplette Verarbeitung finde ich hochwertig und auch wenn einige sagen, dass der Audi TT nur ein flachgekloppter VW Beetle ist, mir gefällt er auch rein optisch.

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Doch, der aktuelle Audi TT Coupe hat mir eine Menge Spaß gemacht, doch wie sehen das die anderen Onliner?

Bjoern Habegger: „Mag sein, dass man den Audi TTS als sportliche Lifestyle-Erklärung verstehen sollte, virtuell gesehen ist er jedoch ein 1A-Landstraßen-Spielkamerad!“

Matthias Gill: „Audi hat mit der 3. Generation ihres TT Coupés viele Punkte verbessert, was gerade im Bereich des Fahrwerks besonders zum tragen kommt und begeistert. Optisch ist der neue TT ebenfalls sehr gelungen, das aufgeräumte Cockpit weiß mit guter Verarbeitung und Materialauswahl zu gefallen.“

Sebastian Bauer fuhr den TTS, kommt aber zu folgendem Fazit: „Er fühlt sich gut an, das Fahrwerk ist grandios gut und sauber abgestimmt, endlich kann man mit ihm auch spielen, muss nicht mehr über stoisches Untersteuern klagen. Er klingt gut, er zieht gut, er streift sich endlich – zumindest in großen Teilen – seine viel kritisierte Langeweile ab. Freilich ist er immer noch nicht eine so emotionale Büchse, wie etwa ein Alfa 4C – muss er ja aber auch nicht. Auf der Landstraße ist der TTS ein wirklich genussvolles Auto. Der Haken an der Sache: das alles kann der 230 PS TT ebenso gut. Wenn der TTS also nicht “sporttauglicher”, nicht wirklich besser und belastbarer ist als der TT, warum dann einen TTS ordern?“

Thomas Majchrzak: „Die Grund-DNA und die Abmessungen sind bis auf den noch verlängerten Radstand gleich geblieben. Dabei hat der neue Audi TT außen im wahrsten Sinne an Kante gewonnen und glänzt im Innenraum mit einem innovativen Cockpit, das in puncto Optik und Bedienung sehr viel Freude macht. Die gewohnt hohe Qualität bei Audi unterstreicht das wertige Gefühl des Fahrzeugs.“

Milos Willing: „Was ist neu an der dritten Generation Audi TT? Der erste Blick auf das Design lässt erkennen, dass Audi beim TT auf altbewährtes setzt und keine großen Sprünge am Design vorgenommen hat. Beim genaueren Hinsehen allerdings ist zu erkennen, dass gerade die Front angepasst wurde und jetzt a la Audi R8 daherkommt. Kantiger, aggressiver und mit dem für den Audi R8 typischen trapezförmigen Kühlergrill. Beachtet man die Daten zum neuen Audi TT stellt man ebenfalls fest, dass der Radstand sich vergrößert hat, wobei die eigentliche Fahrzeuglänge sich nicht verändert hat. Das liegt daran, dass der neue Audi TT im modularen Querbaukasten-System gefertigt wird, wie auch beispielsweise der VW Golf. Netter Nebeneffekt, das Platzangebot gerade bei den hinteren Sitzen hat sich damit etwas vergrößert.“

Max Albrecht: „Der neue Audi TT(S) ist objektiv nur schwer kritisierbar, da er all die Faktoren zusammenbringt, die ein Alltagssportler haben muss. Man hat ein Fahrzeug, mit dem man morgens die Kinder wegbringt, danach die Einkäufe holt und am Wochenende ordentlich Spaß auf der Landstraße hat. Dabei ist sogar der angegebene Verbrauch von 6,5 Litern (Audi TT 2.0 TFSI 230PS) und 7 Litern (Audi TTS) auf 100 Kilometer noch sehr gut, auch wenn man nochmal 2 Liter Verbrauch zusätzlich rechnen darf. Doch schlussendlich muss ein Sportwagen den Käufer und Fahrer auch emotional bewegen und das hat der Audi TT(S) bei mir leider nicht geschafft. All die nützlichen Alltagshelfer machen das Fahrzeug zwar sehr gut, aber auch etwas steril, und manchmal würde ich mir etwas mehr Leidenschaft wünschen.“

Dr. Friedbert Weizenecker: „Mir hat es die Dieselmaschine besonders angetan, denn sie verbindet Dampf schon in tieferen Drehzahlbereichen mit günstigen Verbrauchswerten (Normwert: 4,2 Liter). Zudem klingt dieser Diesel im TT kaum wie ein solcher.“

  • Pingback: Die Auto-Blog Link-Tipps zum Wochenende: KW 47/2015 | rad-ab.com by Jens Stratmann()

  • Harald Ritter

    Hallo Jens,

    vielen Dank für den unglaublich guten Beitrag. Vielen Dank auch für Deine Extra-Einlage für mich!
    Ich finde das Cockpit super! Ich selbst wäre hellauf begeistert, ein solches Cockpit inkl. Android – Funktionalität in einem eigenen Fahrzeug zu haben.
    Evtl. kann man ja künftig sogar nur sein Handy irgendwo einstecken und das als Cockpit nutzen…
    Schaun ma ma, was die Zukunft so bringt. Mach weiter so…tolles Blog!!!

    Grüße
    Harri