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2015 Opel Corsa OPC – Fahrbericht / Test / Video!

Neuwagen / 19. August 2015

OPC steht für „Opel Performance Center“ und Performance liefert der neue Opel Corsa OPC zur Genüge. Rein äußerlich zeigt er an den größeren Lufteinlässen und der schmalen Hutze in der Motorhaube schon mal, dass er der sportlichste der Corsa-Familie ist.

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Die Seiten sind ziemlich dezent gestaltet, aber am Heck befindet sich dann ein Spoiler über der Heckklappe, den man optional für einen höheren Anpressdruck auf der Hinterachse auch noch größer bekommen kann. Zur Steigerung der Performance gibt’s außerdem eine zweiflutige Remus-Edelstahl-Abgasanlage und einen Diffusor.

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Innen nimmt man in bequemen Recaro Performance-Sitzen Platz, die einen guten Seitenhalt bieten. Das griffige Lederlenkrad ist unten abgeflacht und lässt sich gut in Tiefe und Neigung verstellen. Typisch OPC sind der spezifische Schaltknauf, die Sportpedale und die OPC-Instrumente. Auf Wunsch ist das Opel-Infotainment-System IntelliLink an Bord.

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Aus dem Rennsport auf die Straße

Das Herzstück des Corsa OPC ist der 1,6-Liter-Turbobenziner, der in fast gleicher Form auch im Rallye-Adam R2 seinen Dienst tut. Die Ingenieure haben ihm unter anderem eine neue Ansaugstrecke bis zum Turbolader und neue Einspritzdüsen verpasst. Damit liefert das Aggregat jetzt 152 kW (das sind 207 PS), wo sein Vorgänger sich mit 192 PS „begnügen“ musste.

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Das maximale Drehmoment von 245 Newtonmetern liegt ab 1.900 Umdrehungen pro Minute an, der Overboost ermöglicht zusätzliche 35 Nm, so sollte das Überholen zum Kinderspiel werden. Der 6-Gang-Handschaltung haben die Opel-Ingenieure kürzere Schaltwege gegönnt. Den Spurt auf Tempo 100 schafft der Corsa OPC in 6,8 Sekunden – fast eine halbe Sekunde schneller als sein Vorgänger.

Schluss mit Lustig ist dann bei 230 km/h oder halt wenn der Tank leer ist. Auf 100 Kilometer soll der OPC laut Opel mit 7,5 Litern auskommen, was wie üblich eine sehr optimistische Schätzung für den Alltag ist. Ich schätze, dass man auf 10 Liter kommt.

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Der 1.293 kg schwere Opel Corsa OPC ist 4,02 m lang, 1,94 m breit und 1,48 m hoch. Im Vergleich zum Serien-Corsa ist er 10 mm tiefer gelegt. Zusammen mit Koni wurde das innovative FSD-Fahrwerk (Frequency Selective Damping) entwickelt, welches die Dämpfung an die Bewegungen des Fahrzeugs anpasst und somit je nach Situation sowohl komfortabel als auch sportlich sein kann.

Die Traktionskontrolle lässt sich im Competition Modus ausschalten, ebenso das ESP. Wer auf kurvigen Strecken die sportliche und präzise Performance-Lenkung testet und dabei etwas zu sehr beschleunigt, wird sicher spüren, wie die mechanische Lamellen-Differenzialsperre von Drexler arbeitet und den Corsa OPC sicher durch die Kurve schiebt.

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Diese ist Teil des optionalen Performance Pakets, wie auch die 18-Zöller, eine noch sportlichere Fahrwerksabstimmung und eine Brembo-Hochleistungsbremsanlage, deren Scheiben an der Vorderachse 330 mm und an der Hinterachse 264 mm messen.

Unter uns? Wer sich für den Opel Corsa OPC interessiert, der sollte die 2.990 Euro für das Performance-Paket investieren. Die Bremsen packen ordenlich zu, das Fahrwerk ist immer noch schonend zum Rücken, ein sehr guter Kompromiss.

So, genug der Worte, hier habe ich auch noch ein Opel Corsa OPC Video für euch:

Die entschärfte Version des Opel Corsa OPC steht ab 24.395 Euro bei den Händlern und liegt dabei etwa im Mittelfeld der Konkurrenz von Ford, Mini und Renault. Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, Recaro-Sitze, ein OPC Schaltknauf und die Remus-Abgasanlage sind hier schon Serie, das Performance-Paket kostet wie erwähnt 2.990 Euro extra. Optionale Assistenten sind beispielsweise die Einparkhilfe, die Frontkamera, der Kollisionswarner und die Verkehrszeichenerkennung.

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Erkennen kann man den OPC im Rückspiegel, ein hohes Überhol-Prestige hat er leider nicht. Das mussten wir auf dem Weg von Dudenhofen in die Heimat leidvoll feststellen.

Mir persönlich gefällt die direkte Lenkung, das gut abgestimmte Fahrwerk, die bissigen Bremsen und der ausgezeichnete Seitenhalt in den Sitzen. Mir missfällt etwas der Klang, ich finde ihn einfach zu brav, aber daran kann man ja (noch) feilen.

Was schreiben die anderen über den Opel Corsa OPC?

Volker Stryzek (Held meiner Jugend, Rennfahrer und „ganz nebenbei“ der OPC-Chef): „Was haben wir nicht alles analysiert, entwickelt, probiert, getestet – manchmal auch verworfen. Jedes Bauteil am Chassis packten wir an, im wahrsten Sinne des Wortes. Ob Bremse, Dämpfer, Federn, Lager … selbst die Rollraten der Stabilisatoren und der Hinterachse wurden neu definiert. Viel Zeit und Mühe investierten wir darüber hinaus in die Optimierung von Traktionskontrolle und ESP in Verbindung mit dem ABS-System. Dieses Paket ergibt zusammen mit der mechanischen Chassis-Auslegung ein komplett neues Fahrwerk.“

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weitere Stimmen / Meinungen werden ergänzt…

Fotos: © Opel / Jens Stratmann