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Cat-Content: Jaguar F-Type Coupé R – damit fährt man gerne quer!

Neuwagen / 20. Februar 2015

Zeit für etwas Cat-Content, denn Katzen sollen im Internet doch immer gut funktionieren. Wie wäre es mit einer Raubkatze? Wie wäre es mit dem Jaguar F-Type Coupé in der nachgeschärften R-Version?

Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt dem Jaguar F-Type R Coupé mühelos in nur 4,2 Sekunden, er entwickelt dabei ein maximales Drehmoment von 680 Nm bei einer Drehzahl von 3.500 Umdrehungen pro Minute. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 300 km/h. Der 5,0-Liter-V8-Kompressormotor leistet 405 kW (550 PS).

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Der kombinierte Verbrauch liegt, laut NEFZ, bei 10,7 Litern auf 100 km. Was soll ich sagen? Selbst durch das serienmäßige Stop/Start-System konnte in meinem Fall der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß nicht dermaßen gesenkt werden, meine Katze hat ca. 14 Liter auf 100 km geschluckt. Durstiges, kleines Raubtier. Wobei so klein ist das F-Type Coupé gar nicht.

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Der Wendekreis des F-Type Coupés liegt bei 10,66 m und das bei einer Breite von 1,92 m (mit Außenspiegeln 2,04 m) und einer Länge von 4,47 m. Die Höhe liegt bei 1,31 m und der Radstand bei 2,62 m. Leer wiegt der Brite 1.650 kg, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 2.050 kg. Der Kofferraum fasst maximal 407 Liter und lässt sich auf Wunsch elektrisch öffnen und schließen.

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Doch reden wir nicht weiter über Maße, sondern eher darüber, wie sich das formvollendete Gefährt bewegt: Das heckgetriebene Coupé wird über das 8-Gang-Quickshift-Automatikgetriebe geschaltet. Manuell kann man über den SportShift-Wahlhebel oder die silbernen Schaltwippen am Lenkrad Eingriff nehmen.

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Das Torque Vectoring verbessert die Lenkeigenschaften bei Kurvenfahrten, indem es das innere Hinterrrad bremst und das Äußere beschleunigt. Zusammen mit einem für den F-Type R exklusiven elektronischen aktiven Differenzial für bessere Traktion soll es das Optimum an Fahrdynamik herausholen.

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Unter uns? Die Katze wedelt auch ganz gerne mal mit dem Heck, kein Wunder also, dass Jaguar den F-Type nun auch als Allrad-Modell anbietet.

Das Sportfahrwerk mit adaptiven Dämpfern (Adaptive Dynamics) passt die Fahrwerkseinstellungen entsprechend den gegebenen Bedingungen an. Hierfür misst es die Vertikal-, Wank- und Kippbewegung der Karosserie und die Lenkimpulse. Es kann Kipptendenzen voraussehen und die Dämpfer versteifen, um dem entgegenzuwirken.

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Der ab Werk integrierte Dynamic-Modus ermöglicht es dem Fahrer, Einstellungen für Motor, Lenkung, Schaltzeitpunkt und Fahrwerk vorzunehmen, damit diese noch direkter ansprechen. Meiner Meinung nach ist das Fahrwerk toll abgestimmt, da gibt es nichts zu meckern.

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In puncto Sicherheit bietet Jaguar im F-Type R zum Beispiel serienmäßig eine Super-Hochleistungs-Bremsanlage mit roten Bremssätteln, optional eine besonders groß dimensionierte und rennstreckenerprobte Karbon-Keramik-Hochleistungsbremsanlage mit gelben Bremssätteln und die können richtig gut zupacken!

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Serie sind auch die elektromechanische Servolenkung und die elektronische Parkbremse. Während ich elektronische Parkbremsen nicht mag, schätze ich im Jaguar F-Type Coupé die Direktheit der Lenkung. Die lässt sich hervorragend dosieren und man kann schön einlenken.

Außerdem gibt es mehrere Assistenz- und Sicherheitssysteme wie z.B. einen Notfall-Bremsassistenten, elektronische Bremskraftverteilung und ein Fußgänger-Schutzsystem. Gegen Aufpreis gibt es beispielsweise noch eine Verkehrsüberwachung bei Rückwärtsfahrten und einen Totwinkel-Assistenten. Die Assistenten braucht man allerdings auch, denn übersichtlich ist das Fahrzeug nicht wirklich.

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Von außen ist er schon mal wirklich vielversprechend: Sehr kurze Überhänge und eine lange und tiefgezogene Motorhaube mit glänzend schwarzen Luftauslässen, darunter der große chromeingefasste Kühlergrill in matt schwarz mit R-Emblem. Die Stoßstangenzierleiste und der Frontsplitter sind in glänzendem Schwarz gehalten.

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Serienmäßig ist der F-Type mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und LED-Tagfahrleuchten ausgestattet. Als Option gibt es noch adaptives Kurvenlicht und intelligentes Fernlicht. An Stelle des Aluminium-Dachs bekommt man gegen Aufpreis ein Panorama-Glasdach oder Karbon-Dach.

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Die Griffe sind in den Türen versenkt und fahren heraus, wenn der Fahrer die Entriegelungstaste auf dem Schlüssel bedient. Sie versenken sich wieder, wenn das Fahrzeug losfährt. In Verbindung mit der Option Keyless Entry kann der Fahrer durch leichten Druck direkt am Türgriff ver- und entriegeln.

Der F-Type steht auf 20-Zoll-großen Leichtmetallrädern im Design „Gyrodyne“. Am Heck findet sich der ausfahrbare Heckspoiler. Fährt der hoch, wird aus dem Heckfenster nur noch ein Sehschlitz. Unter dem Heckspoiler befinden sich die formschönen, flachen LED-Heckleuchten. In der Heckschürze in glänzend Schwarz befinden sich die Endrohrblenden der vierflutigen Abgasanlage.

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Der F-TYPE ist der erste Jaguar mit einer manuell umschaltbaren aktiven Sport-Abgasanlage mit Klappensteuerung. Im geöffneten Zustand lassen die aktiven Ventile die Abgase direkt durch den hinteren Schalldämpfer entweichen. Mit der Sound-Taste kann die Geräuschkulisse per Knopfdruck geändert werden. Die aktiven Ventile öffnen auch, wenn der Dynamic-Modus aktiv ist und der Klang ist toll. Bereits im V6 bekomme ich eine Gänsehaut, im V8 einen O(h)rgasmus! Für viele ist der Krach Stress, die können die Klappe schließen. Doch so richtig leise lässt sich so ein Sportwagen halt nicht fahren.

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Das Interieur unterstreicht ganz deutlich, dass der F-Type R ein Sportwagen ist. Die R-Ausstattung umfasst eine Premium-Lederausstattung mit Kontrastziernähten, beispielsweise bei den Performance-Sitzen mit R-Prägung, außerdem Paneele in Dark Technical Weave Aluminium mit R-Emblem an der Mittelkonsole und das unten abgeflachte R-Sportlederlenkrad.

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Das Kombiinstrument besteht aus zwei analogen Rundinstrumenten mit 5″ TFT Farbdisplay. Über das 8″ Touchscreen Farbdisplay lassen sich verschiedene Funktionen des Fahrzeugs wie Navigationssystem, Infotainment und das Dynamic-i System steuern.

Dank der Jaguar InControl Technologie interagiert der F-Type auch mit einem Smartphone, wenn es verbunden ist und das funktioniert richtig gut. Spotify kann man nutzen, die Freisprechfunktion ist von guter Qualität und in unserem Testwagen war das Meridian Premium-Surround-Klangsystem mit 770 Watt und Trifield-Technologie verbaut. Es umfasst 12 Lautsprecher und 16 Verstärkerkanäle und bietet einen akzeptablen Sound.

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So, nun muss ich ein paar Traumblasen zum platzen bringen: Das Jaguar F-Type Coupé R kann man zu einem Basispreis von 106.800 Euro bekommen, leider kein Schnäppchen und die Aufpreisliste lässt natürlich noch reichlich Luft nach oben, wenn man eines der vielen Exterieur-Pakete oder andere Sonderausstattungen dazunimmt.

Sicherer und von der Traktion her sicherlich überlegen dürfte das Allrad-Modell sein, doch wer gerne quer fährt, der sitzt hier definitiv richtig.

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  • Markus Rieksmeier

    Gefällt mir nicht. Auch das mit dem „Torque Vectoring“ sitzt noch nicht.

    Wen mag eine Textbeschreibung des Datenblattes interessieren, wenn das Datenblatt selbst „schneller“ ist? Antworten auf die einleitenden Aussagen „nachgeschärft“ und „gerne quer fahren“: … ? Fehlanzeige, leider. Also Zahlen fressen:

    1. Absatz: Motor und Fahrwerte
    2. Absatz: Verbrauch, pardon „kombinierter Verbrauch“ und CO2
    3. Absatz: Wendekreis bis Kofferraum (geht es um einen VW Polo?).
    Hier wäre sogar das Reiche-Leute-Klischee zum Golfbag (passt: ja/nein) ein unterhaltsam-interessantes Merkmal gewesen.

    4. Absatz: Getriebe-Infos + unerwartet untechnisch das Wort „formvollendet“ als Indiz einer das Datenblatt sprengenden eigenen Aussage des Autors.

    5. Absatz: „Torque Vectoring verbessert die Lenkeigenschaften bei Kurvenfahrten, indem es das innere Hinterrrad bremst und das Äußere beschleunigt.“ => Nein:
    Das Abbremsen des Rades beschreibt lediglich die Differenzial-Sperr-Wirkung (bekannt seit 25 Jahren) = TraktionsERHALT 50%.
    Torque Vectoring hingegen ist ein Umlenken bis 100% des Antriebsmoments auf das äußere Rad = relative TraktionsERHÖHUNG.

    Danach ist mir leider die Leselust vergangen.

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