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Neuwagen der Woche: Der neue Mazda 2!

Neuwagen / 06. Februar 2015

Ende Februar 2015 soll er beim Händler stehen, wir durften ihn bereits jetzt fahren. Das ist der neue Mazda 2:

Mazda selbst macht einiges anders, aber meiner Meinung nach vieles richtig. Da wo andere Hersteller sich versuchen mit Downsizing-Werten zu unterbieten, setzt Mazda immer noch auf Hubraum und erhöht den Wirkungsgrad. Ich finde das clever, abgerechnet wird zum Schluss und wir wollen doch mal sehen, welche Motoren länger halten. Die kleinen Luftpumpen oder doch die mit etwas mehr Hubraum. Doch bevor ich gleich auf die Antriebe eingehe, zunächst ein paar Worte über die Optik.

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Der frontgetriebene Mazda2 ist im, schon von anderen (größeren) Modellen bekannten, KODO Design gestaltet. Seine Scheinwerfer sitzen tief neben dem Mazda-typischen Kühlergrill, eine Chromleiste zieht sich von ihren Spitzen bis unter den Grill. Er hat kurze Überhänge und die A-Säule ist um 8 cm nach hinten gesetzt worden, was das Sichtfeld des Fahrers vergrößert und vorne zum Beispiel mehr Platz für größere Räder macht.

Meiner Meinung nach – und soviel Subjektivität mag man mir hier verzeihen – ist der neue Mazda 2 der schönste Kleinwagen von Mazda aller Zeiten.

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Die SKYACTIV-Karosserie besitzt einen erhöhten Anteil hochfester und ultrahochfester Stähle, dadurch soll die Torsionssteifigkeit um 22 % gestiegen sein bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung der Karosserie um 7%. Nur 970 kg wiegt der 75-PS Japaner im absolut leeren Zustand, was ein guter Wert ist. Zuladen darf man um die 530 kg, davon 50 kg auf das Dach. 1.100 kg dürfen (gebremst) gezogen werden.

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Der neue Mazda2 ist größer als sein Vorgänger, er hat eine Breite von 1,70 m (ohne Außenspiegel, 1,98 m mit Außenspiegel) und eine Länge von 4,06 m. Die Höhe liegt jetzt bei 1,49 m und der Radstand bei 2,57 m, welcher sowohl den Front- als auch den Fondpassagieren viel Bewegungsfreiheit beschert.

Dieses wird auch durch den überarbeiteten Innenraum mit seinen schmaleren Kopfstützen und schlankeren Rückenlehnen erreicht. Das Kofferraumvolumen des neuen Mazda2 beträgt 280 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen sind es 950 Liter. Er hat einen Wendekreis von 9,4 m und ist nur als 5-Türer zu bekommen.

Jetzt kommen wir aber wirklich zu den Antrieben: Für den neuen Mazda 2 stehen zwei verschiedene Motoren zur Wahl. Unter der Haube versteckt sich entweder ein 1,5 Liter-Benziner, den es mit 75, 90 oder 115 PS gibt oder ein Diesel-Aggregat mit dem gleichen Hubraum.

Sprechen wir zunächst über die Benziner. Da beläuft sich der kombinierte Kraftstoffverbrauch auf Werte zwischen 4,5 und 4,9 Liter auf 100 Kilometer, je nachdem welche Motorleistung und welches Getriebe vorhanden sind. Der CO2-Ausstoß liegt zwischen 105 und 115 Gramm pro Kilometer.

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Alternativ bekommt man wie erwähnt den neu entwickelten SKYACTIV-D 4-Zylinder Dieselmotor mit 1,5 Litern Hubraum. Dieser bietet 77 kW/ 105 PS und hat ein maximales Drehmoment von 220 Nm bei 1.400 bis 3.200 Umdrehungen pro Minute. Dabei soll er nur 3,4 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen und 89 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6 und sind serienmäßig mit dem Start-Stopp-System i-stop ausgestattet, der 115 PS-Benziner zusätzlich mit dem Bremsenergierückgewinnungssystem i-ELOOP. Geschaltet wird per fünf- oder sechsstufigem SKYACTIV-MT Schaltgetriebe oder, alternativ beim 90-PS-Benziner, per neuer und leichterer SKYACTIV-Drive Sechsstufen-Automatik.

Der Diesel beschleunigt innerhalb von 10,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 178 km/h.

Der 115 PS starke Benziner braucht 8,7 Sekunden, er fährt maximal 200 km/h schnell. Der Benziner mit 90 PS schafft den Sprint mit Handschaltung in 9,4 Sekunden und mit der optionalen Automatik in 12 Sekunden. Die Spitzenwerte liegen hier bei 183 bzw. 177 km/h. Der Einstiegsbenziner mit 75 PS erreicht in 12,1 Sekunden die 100er-Marke und fährt maximal 171 km/h schnell.

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9 Außenfarben, 5 Innenraumkonzepte und 4 Ausstattungslinien stehen zur Wahl. Die „Prime-Line“ mit dem Innenraumkonzept PURE SPORT ist hauptsächlich in schwarz gehalten mit blauen Streifen an den Sitzen, die „Center-Line“ und die „Exclusive-Line“ haben blaue Sitzpolster und hochglänzende Dekoreinsätze beim Innenraumkonzept INDIGO EMOTION, die „Sports-Line“ mit Innenraumkonzept PERFORMANCE STYLE hat rote Streifen auf schwarzen Polstern und matte Chromakzente.

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Außerdem gibt es die Launch-Sondermodelle „RED-EDITION“ mit rotem Kunststoff und roten, weißen und schwarzen Verkleidungen (Innenraumkonzept MID CENTURY) und die „WHITE-EDITION“ mit cremefarbenen Teilledersitzen mit Streifen und Ziernähten in rot Innenraumkonzept (PERFORMANCE SPORT).

Der Innenraum zeigt sich klar gegliedert und wirkt sehr „aufgeräumt“. Er ist in zwei Bereiche aufgeteilt, einer mit den Bedienelementen für den Fahrer, einer für Infotainment und Konnektivität. Sowohl die Sitze als auch das Lenkrad bieten diverse Verstellmöglichkeiten, so lässt sich das Lenkrad axial und vertikal verstellen und auch der Fahrersitz verfügt über eine Sitzhöhenverstellung.

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Alle vier Austattungslinien verfügen unter anderem über eine komplette Sicherheitsausstattung, Start-Stopp-System, ein Audio-System mit Lenkradbedienung, elektrische Spiegel und Fensterheber, den Motor-Start/Stopp-Knopf und einen Berganfahrassistenten.

Eine Klimaanlage – die ich übrigens immer empfehle, also auch im Winter – ist ab der „Center-Line“ serienmäßig an Bord, außerdem Sport-Lederlenkrad und -schaltknauf, Freisprecheinrichtung und Geschwindigkeits- regelanlage. Gegen Aufpreis gibt es hier eine Einparkhilfe für hinten und eine Sitzheizung. Haltet mich für verweichlicht, aber auf eine Sitzheizung möchte ich auch nicht mehr verzichten.

Das ab Ausstattungslinie „Exclusive-Line“ serienmäßig verbaute Konnektivitätssystem MZD Connect ist neu im B-Segment und bietet unter anderem neue Internetfunktionen. Wer sein Smartphone per Bluetooth oder USB mit dem System verbindet, hat Zugriff auf die Infotainment-Services der cloud-basierten „aha Plattform“ wie beispielsweise soziale Netzwerke, Nachrichten und Hörbücher. Außerdem bietet es eine Freisprechfunktion, die Möglichkeit, externe Geräte anzuschließen und Apps von Mazda, über die man Wartungserinnerungen abrufen kann. Das Eco-Display liefert Hinweise zur Effizienz des Fahrzeugs wie Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß.

Auf Wunsch ist das hochauflösende Mazda SD-Navigationssystem mit Zieleingabe über Smartphone-Kontaktdaten im MZD Connect integriert. Die höchste Ausstattungslinie „Sports-Line“ bietet einen analogen Drehzahlmesser mit digitaler Geschwindigkeitsanzeige und zwei flügelförmige Digital-Displays für Kilometerstand und Tankanzeige. Für Infotainment und Kommunikation nutzt man das zentrale 7″-Display oben auf dem Armaturenbrett. 7″ ist gerade die State of the Art Größe, kleiner sollte man auch wirklich nicht mehr werden, denn sonst muss man zu häufig zoom zoom machen ;).

Für die Bedienung stehen der Multi Commander Dreh-Drücksteller, Sprachsteuerung und der Touchscreen zur Verfügung. Eine Klimaautomatik, 16-Zöller und Chrom-Endrohrblenden sind auch Serie. Im Falle einer Automatik befinden sich Schaltwippen hinter dem Lenkrad.

Optional erhältlich ist das Active Driving Display, das erste Head-up Display in der Klasse des Mazda2. Es zeigt dem Fahrer alle wichtigen Informationen an, ohne dass er dafür den Blick von der Straße abwenden muss. Es werden immer nur drei Hinweise gleichzeitig, nach Priorität sortiert, angezeigt. Das heißt, dass bei Gefahr der Hinweis des Assistenten als erster auftaucht. Dabei passt sich das Display an das Umgebungslicht an.

Kleiner Kritikpunkt: Das Head-up Display wird nicht direkt in der Frontscheibe, sondern auf einer kleinen Kunststoffscheibe gespiegelt, aber daran wird man sich vermutlich schnell gewöhnen können.

Unter dem Namen i-ACTIVESENSE kombiniert Mazda verschiedene optionale Assistenzsysteme miteinander, es umfasst unter anderem die neue Ausparkhilfe RCTA, den verbesserten Spurwechselassistenten RVM und den Spurhalteassistenten LDWS, den Fernlichtassistenten HBC und den City-Notbremsassistenten SCBS für den Innenstadtverkehr bis 30 km/h. Ganz schön viel Technik für so einen Kleinwagen, oder?

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Der neue Mazda 2 ist das erste Mazda Modell mit optionalen Voll-LED-Scheinwerfern. Sie bestehen aus vier Blöcken mit Projektor- und Parabol-LEDs. Die neuen Scheinwerfer sorgen im Vergleich mit konventioneller Technik für eine bessere Ausleuchtung bei Nachtfahrten und erhöhen somit die Sicherheit. Dies gilt vor allem in Verbindung mit dem Fernlichtassistenten (HBC), der automatisch zwischen Fern- und Abblendlicht wechselt, um eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden. Den braucht man zwar nicht in der Stadt, aber mit dem Mazda 2 kann man sich ja durchaus auch auf der Landstraße blicken lassen.

Werfen wir jetzt noch schnell einen Blick in die Preisliste:

12.790 Euro – das ist der Basispreis für den neuen Mazda2 SKYACTIV-G 75 Benziner in der „Prime-Line“-Ausstattung, der Teuerste ist der SKYACTIV-D 105 Diesel in der „Sports-Line“-Ausstattung mit 19.390 Euro Grundpreis. Mit ein paar Kreuzchen auf der Sonderausstattungsliste kommt man dann wohl locker über die 20.000 Euro, aber dafür bekommt man dann auch eine ganze Menge geboten, was es bei anderen Herstellern in der Form so noch nicht gibt.

Mein Fa(hr)zit: Gefahren bin ich den 90 PS starken Mazda2. Ausreichend motorisiert für die Stadt und auch flott genug, um mal auf der Landstraße zum Überholen anzusetzen. Das Fahrwerk würde ich als komfortabel beschreiben, vor allem wenn man weiß, wie kariös der Straßenbelag in Barcelona ist.

Die Lenkung ist leichtgängig, dafür aber meiner Meinung nach nicht sonderlich direkt. Gefallen hat mir das 5-Gang Getriebe, die Schaltwege sind kurz und knackig. Die verbauten Bremsen (vorne Scheiben, hinten Trommeln) lassen sich gut dosieren. Die Rundumsicht im Mazda2 wird durch die relativ breite C-Säule beeinträchtigt, da das Heck aber gerade abfällt, dürfte auch das Einparken in der Stadt kein Problem darstellen.

Mit meinen 1,75 habe ich vorne und hinten ausreichend Platz, jedoch zeigt sich das Platzangebot im Fond schnell eingeschränkt, wenn größere Personen vorne sitzen. Im Fond fehlen mir auch die Getränkeablagen bzw. weitere Staufächer und auch wenn die elektrischen Fensterheber über keine Automatik verfügen, fordere ich den Einklemmschutz für die Finger.

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Eine Beleuchtung im Heck gibt es auch nicht. Der Kofferraum ist für die Klasse geräumig genug, jedoch fällt die hohe Ladekante negativ auf. Klappt man die Sitze um hat man keine gerade Ladefläche, das hätte man ggf. mit einem zweigeteilten Ladeboden lösen können.

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Negativ bewerten möchte ich noch die Tatsache, dass der Verbandskasten und das Warndreieck in der Reserveradmulde verstaut ist. Im Falle eines (Un)Falles muss man dann erst das Gepäck ausladen. Das mögen alles Kleinigkeiten sein, aber das zeigt ja auch wie gut der neue Mazda2 geworden ist.

Was die anderen Blogger über den Mazda2 schreiben, werden wir hier noch aufführen: