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Neuwagen der Woche: Der neue Ford Mustang!

Neuwagen / 06. Dezember 2013

Kleiner Stilbruch. Eigentlich beschreibe ich hier ja in der Neuwagen der Woche Rubrik tatsächlich nur Fahrzeuge, die ich schon gefahren bin. Doch weil heute Nikolaus ist und der gestern einen verdammt prall gefüllten Sack hatte, muss ich die Katze einfach rauslassen. Besser gesagt das Pferd. Das Pony. Den neuen Ford Mustang. Dieser wurde gestern in mehreren Ländern gleichzeitig präsentiert.

Kommen wir noch ganz kurz zur Ford Mustang Geschichte, bevor wir hier richtig einsteigen:

50 Jahre Sportwagentradition: Die Geschichte des Ford Mustang begann am 17. April 1964! Seither läuft die amerikanische Muscle Car-Ikone in Michigan / USA vom Band. Bis zum heutigen Datum wurden mehr als neun Millionen Ford Mustang Fahrzeuge gefertigt und fanden nicht nur viele Käufer, sondern auch sehr viele Fans. Besitzer und Fans darf man vertrösten aber niemals enttäuschen, wie sieht es mit dem neuen Ford Mustang aus?

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Für Europa waren 2.400 Gäste nach Barcelona eingeladen und die durften an der #gofurther Veranstaltung teilnehmen. Es gab einen Ausblick auf das Geschäftsfeld, auf die Ford KA Studie, den Ford EcoSport, das Ford Edge Concept und dann kam das Highlight: Die Präsentation des neuen Ford Mustang.

Im Vorfeld wurde schon viel über dieses Modell diskutiert: Kommt der neue Ford Mustang überhaupt nach Deutschland? Mit welchen Motoren ist der neue Ford Mustang ausgestattet? Wie sieht der neue Ford Mustang aus? Was hat sich verändert beim neuen Ford Mustang? Was kostet der neue Ford Mustang? Wie fährt sich der neue Ford Mustang?

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Einen Fahreindruck kann ich euch nicht vermitteln, aber Informationen über das Fahrzeug an die Hand geben. Dazu gibt es noch weitere Meinungen und natürlich Fotos. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass das Fahrwerk vom Ford Mustang übrigens auch auf der Nordschleife getestet und eingestellt wurde. Am Fahrwerk haben die Ingenieure nämlich einiges verändert.

Das Fahrzeug wurde „auch“ für Europa entwickelt. Wer schon mal einen rein für den amerikanischen Markt entwickelten Wagen gefahren ist, wird das vor allem in Kurven schätzen. Doch bevor wir uns in die Technik stürzen, schauen wir uns den neuen Ford Mustang doch erst einmal genauer an:

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Wie sieht der neue Ford Mustang aus?

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Einige Menschen sieht man lieber von hinten als von vorne, das geht mir bei dem Ford Mustang genauso. Von hinten ist „er“ einfach ein Prachtkerl. Mit den typischen Rückleuchten – die beim Ford Mustang ja schon Tradition haben. Von hinten erkennt man ihn sofort als Ford Mustang.

Von vorne zeigt er sich als Mitglied der neuen Produktfamilie von Ford. Die „Haifisch-Front“ steht ihm zwar gut, doch ich mag es in dem Fall noch etwas bulliger, gerne noch brachialer, noch prolliger. Fans des Ford Mustang Cabriolets dürfen sich auf ein mehrschichtiges Stoffverdeck freuen. Da macht Ford alles richtig, da gibt es kein Klappdach aus Blech, auf ein Ford Mustang Cabrio gehört ein Stoffverdeck. Schlank hinter den Rücksitzen gefaltet, soll es auch bei geöffnetem Dach optisch ansprechend verstaut sein.

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Mit welchen Motoren kommt der neue Ford Mustang nach Deutschland?

Nach Europa kommen zwei Motorisierungen: Der 2.3 Liter EcoBoost 4-Zylinder mit Turboaufladung und einer Leistung von 309 PS und dann natürlich der – und nun höre ich nicht nur Tim Taylor grunzen – Ford Mustang V8 mit dem 5.0 Liter Triebwerk. 426 Pferdestärken warten unter der Motorhaube quasi nur noch darauf losgaloppieren zu dürfen. Dass man die Leistung auch auf die Straße bringen muss, weiß man auch auch bei Ford.

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Was hat sich verändert beim neuen Ford Mustang?

Man hört häufiger mal von Designern den Spruch „Wir fingen mit einem weißen Blatt Papier an…“ Damit ist gemeint, dass man das Fahrzeug von Grund auf neu gestaltet hat. So ganz stimmt das natürlich nicht, denn wenn man in den Innenraum blickt, dann sieht man doch viele Designmerkmale der Vorgänger. Das möchte ich gar nicht verteufeln, ich persönlich bin ja auch der Überzeugung, dass man eine Stil-Ikone nur ganz behutsam verändern sollte.

Nicht ganz so behutsam war allerdings die Veränderung vom Fahrwerk und von der Technik. Der neue Ford Mustang kommt mit vielen Fahr-Assistenzsystemen und Komfort-Technologien um die Ecke, die aus dem „Pony Car“ quasi ein alltagstaugliches Fahrzeug machen sollen. Das Volumen vom Kofferraum beschreibt man mit „zwei Golfballs“, die dort „locker“ hineinpassen würden.

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Wie wird im neuen Ford Mustang geschaltet?

Egal ob nun der 2.3 Liter V4 oder der 5.0 Liter V8 – der Kunde / Käufer hat die Wahl zwischen einem manuellen 6-Gang Getriebe oder ob er die Schaltvorgänge doch über eine 6-Gang Automatik bewältigen lassen möchte. Dank Schaltwippen am Lenkrad empfielt sich die Automatik quasi von selbst.

Ich hatte vorhin schon erwähnt, dass die Kraft auf die Straße muss. Dafür ist unter anderem auch das neu gestaltete Fahrwerk verantwortlich. Vorne versteift ein umfassender Führungsrahmen die Karosseriestruktur. Diese Maßnahme dient dem Downsizing, sprich der Gewichtsersparnis, liefert aber auch die Grundlage für die präzise Kontrolle der Räder. Profitieren soll dadurch das Handling, das Lenk- und das Komfortverhalten. An der Hinterachse gibt es eine neue Einzelradaufhängung. Man darf also gespannt sein auf die ersten Ford Mustang Probefahrten und Testberichte, denn Ford verspricht: „Die Abstimmung erfüllt die speziellen Ansprüche, die europäische Autofahrer auch bei hohen Geschwindigkeiten an ihr Fahrzeug stellen.“

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Was für Felgen bekommt der neue Ford Mustang?

In Deutschland werden sich serienmäßig 19″ Felgen in dem Radkasten drehen, man darf davon ausgehen, dass da einige Tuner noch ein paar größere Felgen montieren werden.

Was für neue Systeme wurden verbaut?

Nun, zum einen gibt es die Möglichkeit, die Lenkunterstützung, das ESP, das Ansprechverhalten vom Motor und die Kennlinie vom Automatikgetriebe per Knopfdruck anzupassen. Ideal also für die kurvenreiche Landstraße oder die Rennstrecke. Der neue Ford Mustang hat keine Differenzialsperre, hier setzt Ford auf das Torque Vectoring. Die Motorleistung wird zu dem Rad geführt, welches über den besten Grip verfügt. Damit wird das Fahrverhalten verbessert. Eine Launchcontrol gibt es im Ford Mustang GT ebenfalls. Ab Werk gibt es auch Ford SYNC (sprachgesteuertes Info- und Entertainmentsystem).

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Ihr habt gemerkt, ich konnte euch noch nicht alle Fragen beantworten. So bleibt z.B. die Frage nach dem Preis offen. Da das Fahrzeug aber sowieso erst im Jahr 2015 auf unseren Straßen rollt, kann man den Spannungsbogen ja auch noch etwas ziehen.  Ich tippe auf 38.500 Euro – Tendenz eher nach oben (je nach Ausstattung). Mit Spannung habe ich auch die Meinungen der anderen Blogger erwartet, die ich hier nachfolgend einmal zusammengefasst habe:

Jan Gleitsmann fährt voll auf den Ford Mustang ab, er war auch bei der L.A. Autoshow 2013 und hat festgestellt: „Wenn ich es mir so überlege, dann ist der Ford Mustang das am meisten gezeigte Auto auf der NAIAS in Detroit und auch auf der LA Auto Show gewesen…“ …und dabei war da das aktuelle Modell noch gar nicht dabei. Viele Tuner fahren, vor allem in den USA, auf die Muscle Cars ab.  Thomas Gigold findet die Front auch „anders“: „Zumindest mit der Partie um die Front-Scheinwerfer kann ich mich auf den Bildern noch nicht ganz anfreunden, zu tief sind sie in der Seitenansicht in die Kotflügel gezogen, nehmen dem Mustang dadurch ein wenig die Aggressivität.“! Arild hat auch eine Meinung: „Optisch kommt der neue Mustang 2015 wie seine Vorgänger im Retrostil, wirkt jedoch durch die flachen Scheinwerfer, die ausmodelliertere Flanke ohne Lufteinlässe und die filigranere Dachlinie – skurrilerweise – recht europäisch. Die dreigeteilten Heckleuchten hat der neue Ford Mustang gegenüber seinem Vorgänger erfreulicherweise bewahrt, die manuellen und automatischen Sechsgang-Getriebe leider auch. Alles andere als zukunftsweisend.“ – Meine Meinung? Abwarten! Tee trinken! Der Ford Mondeo steht schließlich auch noch nicht beim Händler. Das mit der „Zeit“ hat Jan auch noch mal in seinem Beitrag erwähnt und natürlich erfahren wir auch seine Meinung: „Meine Meinung? Ich finde den neuen Mustang klasse. Es ist deutlich mehr als nur ein Facelift – er sieht schon deutlich anders aus, kann dabei aber nicht seine schönen Wurzeln verbergen. Technisch ist der Mustang seit 2010 eh state-of-the-art. Und selbst der V8 säuft längst nicht mehr, wie man das als Laie vermutet.“

© Fotos: Jan Gleitsmann