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Blogger für mehr Verkehrssicherheit – Don´t Drink and Drive!

News / 11. November 2013
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Helau und Alaaf (je nachdem, wo ihr uns gerade lest): Die 5. und närrischste Jahreszeit hat grad begonnen!

Bei den wilden Karnevals-Feiereien wird das ein oder andere Gläschen getrunken und leider setzen sich viele auch dann noch ins Auto. Nach Rettungsgasse und Reißverschlussverfahren gehts uns in der aktuellen Blogparade um Alkohol am Steuer.

Don't Drink and Drive

Don’t Drink and Drive!

Dieses Motto sollte sich jeder zu Herzen nehmen! Immer wieder passieren Unfälle, die auf Alkohol zurückzuführen sind.

Die SZ berichtete erst letztens, dass eine Schwedin mit 4,6 Promille zwei Garagentore und ein parkendes Auto rammte und mit ihrem extrem hohen Promillewert in Schweden in die Geschichte eingeht.

Bisher unerreicht – und ich hoffe das hält sich auch! – ist ein Franzose, der 2005 nahe Lyon in einen Straßengraben fuhr … und das mit knapp 10 Promille! Die Polizei traute ihrem Gerät kaum und ließ noch eine Laboruntersuchung folgen Doch auch die bestätigte den unglaublichen Wert.

Reines Glück, dass in beiden Fälle niemand ernsthaft zu Schaden kam. So ärgerlich Blechschäden auch sind, sobald Menschen verletzt oder sogar getötet werden, ist es einfach nur unfassbar!

Alkohol schmeckt und vor allem in Gesellschaft möchte man sich nicht ausschließen. Für manche gehört Alkohol auch einfach zum Feiern und Genießen dazu – total nachvollziehbar! Auch ich trinke gern das ein oder andere Bierchen und GinTonic.

Aber ich überlege mir schon vorher, wie ich nach Hause komme. Es gibt so viele Möglichkeiten wie öffentlichen Nahverkehr, Taxi, einen ausnüchternden Spaziergang oder auch eine Mitfahrgelegenheit. Im Freundeskris ist es super einfach sich abzusprechen und abzuwechseln – so muss jeder mal ran.

Alkohol wird oft unterschätzt!

Denn die Auswirkungen, die Alkohol auf unseren Körper hat, werden oft kolossal unterschätzt. „Ach, ich hab nicht so viel getrunken. Ich fahr noch selber…“

Don't Drink and Drive

Dabei verlangsamt sich die Reaktionsfähigkeit, Sehvermögen und Wahrnehmung sind stark eingeschränkt und die Geschicklichkeit lässt auch zu Wünschen übrig – oder wer von euch hat noch nie etwas länger gebraucht, den Schlüssel ins Schlüsselloch zu kriegen?!

Fatalerweise kommt dann auch noch eine gesteigerte Selbsteinschätzung bzw. auch oft -überschätzung hinzu.

Die Zahl der Unfälle, die sich unter Alkoholeinfluss ereignen, sinkt seit den letzten 20 Jahren kontinuierlich. Dennoch, wenn man sich die Zahlen vergegenwärtigt, passiert viel zuviel! Bei Unfällen unter Alkoholeinfluss starben 2012 318 Menschen und 18.983 wurden verletzt.

Deswegen machen wir bei dieser wichtigen Blogparade mit! Es gibt noch weitere tolle Initiativen, die sich gegen Alkohol am Steuer starkmachen, allen voran die BZgA mit der Kampagne „Kenn dein Limit„.

Saftige Strafen

Letzte Woche wurde die Promillegrenze von Fahrradfahrern nicht wie von vielen erhofft, auf 1,1 abgesenkt, sondern bei 1,6 belassen. Eine gefährliche Entscheidung, wie ich finde, denn auch Fahrradfahrer nehmen am Straßenverkehr teil. Sie sind Teil der Straße und dabei noch nicht einmal durch eine Karosserie geschützt.

Bei Autofahrern liegt die Promillegrenze bei 0,3. Bei Radfahrern wäre bei dieser großen Spanne von 0,3 bis 1,6 Promille sicherlich ein Kompromiss möglich und vor allem sinnvoll gewesen.

Aber zurück zu den Autofahrern: Wer alkoholisiert am Steuer erwischt wird, dem drohen hohe Strafen:

  • 0,5 – 1,09 Promille: Ordnungswidrigkeit – 500 € Geldbuße, 1 Monat Fahrverbot und 4 Punkte in Flensburg
  • alkoholisierter Unfall (ab 0,3 Promille): Straftat – Fahrverbot oder mindestens 6 Monate Führerscheinentzug und 7 Punkte in Flensburg
  • ab 1,1 Promille: Straftat – hohe Geldstrafe, bei Wiederholungstätern sogar Freiheitsstrafe, mindestens 6 Monate Führerscheinentzug

Auch am nächsten Morgen ist man oft noch nicht so ausgenüchtert, wie man denkt. Es gilt die Faustregel, dass in der Nacht pro Stunde etwa 0,1 Promille vom Körper abgebaut werden. In den Momenten sollte man also auch lieber auf Freunde, Taxen, öffentliche Verkehrsmittel oder die frische Luft vertrauen!

Schlimmste Folge: Verantwortlich für den Tod eines anderen sein

Bitte denkt das nächste Mal, falls ihr euch alkoholisiert ans Steuer setzen wollt, darüber nach! Blechschäden am eigenen Auto und fremden Gegenständen, die wegen grober Fahrlässigkeit von vielen Versicherungen nicht übernommen werden, sind ärgerlich und teuer und müssen einfach nicht sein.

Aber viel schlimmer ist es, wenn ihr durch euren Alkoholrausch am Tod eines anderen Menschen verantwortlich seid! Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das nicht gut wegstecken könnte.

Nachfolgende Blogger haben ebenfalls soeben Beiträge zu dem Thema veröffentlicht: Jens Stratmann,  Thomas GigoldTom SchwedeLisa ThecarAddictMatthias Lehming Ulli PölzlbauerMikhail Bievetskiy,Thomas MajchrzakMilos Willing

 

Fotoquelle:
Glas & Schlüssel: Danny Hooks/iStock/Thinkstock
Don’t Drink and Drive-Schild: fintastique/iStock/Thinkstock
Auto-Schild: Diego Bervejillo/iStock/Thinkstock